Ode an den Peyote
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Ode an den Peyote

Der Peyote-Stich ist sehr alt und lässt sich in der Geschichte der Native Americans finden, aber auch in Ägypten und im Fernen Osten. Er ist ein vielseitiger Stich, mit dem sich schöne Muster erstellen lassen. Lesen Sie weiter für mehr Informationen.

Man kann sich für den einfachen Peyote-Stich, aber auch für Two-Drop, Three-Drop oder noch mehr Varianten entscheiden. Die Technik bleibt in allen Fällen gleich, der einzige Unterschied ist die Anzahl der Perlen, die man pro Stich auffädelt. Bedenken Sie: je mehr Perlen Sie pro Stich verwenden, desto lockerer wird Ihr Werk.

Auf dem Foto unten sehen Sie ein Beispiel für Two-Drop-Peyote, bei dem Sie jedes Mal zwei Perlen auffädeln. Wenn Sie neugierig auf diese Technik sind und selbst loslegen möchten, schauen Sie auf kralen.com für eine ausführliche Anleitung. Für diejenigen, die lieber grafische Darstellungen folgen, werden wir diese in Kürze auf der Website hinzufügen.

 

Dies ist ein Beispiel für Peyote. Eine ausführliche Anleitung finden Sie auf .

Peyote ist eine schnelle Technik, bei der man gefühlt zügig vorankommt. Weben geht ebenfalls schnell, da man mehrere Perlen gleichzeitig auffädelt, aber bei jeder Reihe muss man etwas schieben und fummeln, damit alles richtig sitzt.

Ich selbst bin in diesem Teil zu ungeduldig und finde es angenehm, in einen bestimmten Rhythmus zu kommen, indem man immer eine neue Perle greifen kann. Brick Stitch fühlt sich daher etwas langsamer an, weil man immer genau unter den vorherigen Faden stechen muss. Der Vorteil von Brick Stitch ist, dass man leichter separate Formen oder Blütenblätter gestalten kann, was beim Peyote etwas schwieriger ist, aber das ist Thema eines anderen Blogs.

Inzwischen habe ich viele Armbänder, aber auch Ohrringe, Schlüsselanhänger und kleine Bilder mit Peyote gefertigt. Einige mit Even-Count (gerade Anzahl Perlen in der Breite) und einige mit Odd-Count (ungerade Anzahl Perlen in der Breite).

 

Even-Count Peyote

Der Vorteil des Even-Count-Stichs besteht darin, dass Sie auf beiden Seiten ganz einfach in die nächste Reihe weiterfädeln können. Der Faden liegt hier auf beiden Seiten gleich und mit derselben Spannung, sodass Ihr Armband sich nicht so schnell schiefzieht.

Beim Anziehen des Fadens ist es dabei wichtig, dass Sie immer wirklich zur Seite hin festziehen, bevor Sie die erste Perle der neuen Reihe auffädeln. Wenn Sie den Faden zu stark nach vorne ziehen, verschieben Sie auch die Perle aus ihrer Position und Ihr Armband wirkt unordentlich.

Beachten Sie beim Even-Count außerdem, dass Ihr Armband an den Enden immer ungleich ist (siehe Foto). Bei breiteren Armbändern fällt das sicherlich nicht auf, bei schmaleren Varianten sitzt der Verschluss jedoch sichtbar neben der Mitte.

 

Bei diesen Ohrringen ist gut zu erkennen, wie der Even-Count-Peyote-Stich endet. Die Ecken sind nicht gleichmäßig.

Odd-Count Peyote

In den Fällen, in denen ich ein Muster ausgearbeitet habe, das von einer Mitte ausgeht, habe ich mich auch für den Odd-Count-Peyote-Stich entschieden. Dabei fädeln Sie auf einer Seite jeweils ein Stück in die Arbeit zurück, um sicherzustellen, dass Sie an der Seite wieder an der richtigen Stelle herauskommen, um den „Step-up“ ausführen zu können.

Wichtig ist hierbei, dass Sie beim Zurückfädeln die Fadenspannung gering halten, da sich das Armband sonst etwas krümmt. Da Sie an dieser Stelle zum zweiten Mal Faden hinzufügen, wird die Arbeit ohnehin schon etwas straffer.

Dieses Armband ist im Odd-Count-Peyote gearbeitet. Von der mittleren Reihe aus betrachtet sind beide Hälften vollkommen gleich. Sie sehen, dass beim roten Rand am Verschluss die linke und rechte Ecke schön gleichmäßig sind.

Ergänzung

Auf Ihrem Peyote-Stück ist es auch schön, einen zusätzlichen Rand anzubringen, indem Sie sogenannte Picots hinzufügen. Das gelingt ganz einfach, indem Sie jeweils 3 Perlen aus der äußeren Reihe Ihres Armbands auffädeln. Sollte es am Ende nicht genau aufgehen, fädeln Sie einfach 1 Perle auf und gehen wieder zurück – so erhalten Sie einen sauberen Abschluss.

Sie können außerdem zusätzliche Lagen anbringen, um mehr Tiefe zu erzeugen. Bei dem unten abgebildeten Armband habe ich in den mittleren Reihen zusätzliche Delicas im Ladder-Stitch hinzugefügt.

Ein Armband, das mit der Peyote-Technik gearbeitet wurde, wobei eine zusätzliche Lage hinzugefügt und mit Picots aus 15/0 Rocailles abgeschlossen wurde.

Nach dem Auffädeln liegen die Perlen zunächst noch locker und etwas unordentlich nebeneinander. Wenn Sie anschließend Picots hinzufügen, wird dieser Bereich automatisch stabilisiert. Sie fädeln diese abwechselnd auf und füllen anschließend die offenen Zwischenräume in umgekehrter Richtung mit den anderen Picots auf.

Haben Sie hierzu Fragen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. Wir werden hierzu demnächst auch einen Blogbeitrag oder ein Tutorial verfassen.

Dies sind die ersten Grundlagen des Peyote-Stichs. In der kommenden Zeit werden wir über Bilder berichten, die mit dem Peyote-Stich gefertigt werden, sowie über die Ausarbeitung der entsprechenden Muster. Außerdem haben wir noch praktische Tipps zur Fadenspannung, Fädelrichtung, zu Farbkombinationen und weitere hilfreiche Kniffe, die das Fädeln noch angenehmer machen werden.

Zum Schluss sind wir sehr gespannt, was Sie davon halten … Wir haben hier nämlich bereits eine lebhafte Diskussion darüber geführt 😉 Hängen die Toilettenpapierrollen der gefertigten Ohrringe nun richtig herum oder verkehrt herum?

Bis zum nächsten Mal!

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