Flexibler Draht oder Metalldraht
Wenn Sie aus biegsamem Draht schöne Figuren herstellen möchten, kommen Sie auf Artistic Wire oder Metalldraht von Beadalon oder Knorr Prandell. Metalldraht ist nicht mit Stahldraht zu verwechseln. Stahldraht wird nämlich verwendet, um Perlen zu einer flexiblen Kette aufzufädeln und ist daher gerade nicht biegsam. Beadalon und Knorr Prandell sind von hoher Qualität, wobei Artistic Wire von Beadalon besonders in sehr vielen Farben erhältlich ist.
Härte und Formen
Es gibt drei Härtegrade bei Draht: Dead-Soft, Half-Hard und Full-Hard. Dead-Soft ist leicht biegsam, und alle Copper Artistic Wires (außer Edelstahl) sind Dead-Soft.
Mit Dead-Soft erzielen Sie weichere Rundungen und können Spiralen gut formen. Half-Hard ist schon etwas schwerer zu biegen. Damit können Sie mit der Zange schärfere Winkel formen. Es wird auch verwendet, um Draht zu umwickeln oder Perlen einzupacken.
Half-Hard eignet sich gut für Teile, die ihre Form behalten müssen. Denken Sie dabei an Ohrhaken, Verschlüsse, Ringe, Ketten oder Armbandformen. Gold-Filled und Silver-Filled sind im Allgemeinen härter als Dead-Soft Sterling Silber. Edelstahl ist noch härter.
Die Härte von Artistic Wire
Half-Hard ist schwieriger zu biegen und kommt bei German-Style-Draht, Non-Tarnish Brass, Gold-Filled und Sterling Silver vor. Bei Beadalon Artistic Wire gibt es vier Drahtformen: runder Draht, halbrunder Draht, quadratischer Draht und gedrehter Draht.
Techniken
Es gibt verschiedene Techniken, die Sie mit Draht anwenden können. Unten haben wir die bekanntesten aufgeführt.
Ketteln
Ein Armband aus Gliederkette, an dem die gekettelten Perlen befestigt sind.
Eine vielseitige und einfache Technik mit Draht ist das Ketteln. Sie können dies mit fertigen Ösen- und Kettelstiften tun, aber Sie können diese auch selbst aus Draht herstellen. Wählen Sie dabei einen dickeren Draht (ab 22 Gauge bzw. 0,6 mm), da er sonst beim Tragen Ihres Schmucks zu leicht wieder verbiegt.
Ein besonderes Beispiel für eine große gekettelte Kette.
Wire Wrapping
Bei dieser Technik drehen Sie Drähte verschiedener Stärken zu schönen Formen umeinander oder um eine Perle. Wenn Sie es um eine Perle, einen schönen Stein oder einen Cabochon machen, ist es deutlich einfacher – daher wäre das ein schönes Einstiegsprojekt, wenn Sie gerade erst anfangen.
Ein Beispiel für das Wrappen einer Perle.
Beim Wickeln von Draht um anderen Draht wird es viel präziser, denn wenn Sie ein wenig schief liegen, ist das oft sofort sichtbar. Meistens haben Sie einen dickeren Basisdraht (von 12 bis 18 Gauge), um den Sie einen dünneren Draht (20 bis 26 Gauge) wickeln.
Draht, um einen anderen Draht gewickelt
Und für zum Beispiel Armreifen oder Ringe können Sie den Draht auch hämmern, also platt schlagen, wodurch er seine Form besonders gut behält. Auf diese Weise lassen sich auch sehr schöne Ohrringe herstellen. Biegen Sie den Draht in die gewünschte Form und schlagen Sie ihn dann platt. Durch das Plattdrücken kann er seine Form nicht mehr verändern.
Verwenden Sie hierfür Dead-Soft-Draht, da andere Drähte zu hart zum Plattdrücken sind. Sie können alle Drahtstärken verwenden. Dünnere Drähte sind schneller fertig und benötigen nur wenige Hammerschläge. Dickere Drähte dauern etwas länger, bieten aber mehr Spielraum beim Hämmern. Somit können Sie in Form und Stärke mehr Variationen vornehmen.
Ein Beispiel für gehämmerten Draht
Wire Coiling
Dabei handelt es sich um das Aufwickeln von Draht in viele Runden dicht nebeneinander, sodass eine schöne Spiralform entsteht. Sie können dies zum Beispiel um einen Stift oder Essstäbchen wickeln, aber dabei besteht die Gefahr, dass es nicht ganz gleichmäßig wird. Ein gutes Hilfsmittel hierfür ist das Coiling Gizmo, mit dem Sie die Spiralen wirklich straff in fünf verschiedenen Drahtstärken drehen können. Die Spiralen lassen sich anschließend zu schönen Formen biegen und in Ihrem Schmuck verarbeiten.

Viking Knitting
Mit diesem Hilfsmittel können Sie schöne geflochtene Röhrchen herstellen, die dem Strickliesel ähneln. Diese können Sie zu einer Kette verarbeiten und mit hübschen Endkappen versehen.

Dicke
Die Dicke von Draht und Metalldraht wird oft in Gauge angegeben: Je höher die Zahl, desto dünner ist der Draht. Und natürlich gilt: Je dicker der Draht, desto besser behält er seine Form.

Mit 14 und 16 Gauge können Sie zum Beispiel schön geformte Ohrringe oder einen Ring herstellen. Bei dieser Dicke müssen Sie viel Kraft aufwenden, um den Draht zu biegen, und er behält dann sehr gut seine Form. 18 bis 22 Gauge liegen dazwischen. Sie lassen sich leichter biegen, behalten aber dennoch ihre Form. Bei dieser Dicke sollten Sie jedoch keine Gewalt anwenden, da sich sonst die Form verändert.
Dünnerer Draht, wie zum Beispiel 24 und 26 Gauge, können Sie um den dickeren Draht in allerlei Formen wickeln, optional auch mit aufgefädelten Perlen verziert. Um es übersichtlich darzustellen, haben wir unten eine Übersicht erstellt:
30 Gauge (0,26 mm) und 28 Gauge (0,32 mm)
30 Gauge und 28 Gauge sind sehr dünn, nämlich 0,26 bzw. 0,32 mm, also fast so dünn wie Fädelgarn. Bei dieser Dicke ist der Draht auch empfindlicher und bricht, wenn man ihn mehrfach an derselben Stelle biegt. Mit dieser Stärke können Sie jedoch gut häkeln oder stricken oder Techniken wie Viking Knitting oder Wire Coiling anwenden, da der Draht bei all diesen Techniken in runde Bögen gedreht wird, die anschließend gut an ihrem Platz bleiben.
26 Gauge (0,41 mm)
26 Gauge ist mit 0,41 mm etwas dicker und dadurch stabiler. Sie können damit weiterhin häkeln und stricken, aber es wird etwas steifer sein, und Sie kombinieren es eher mit größeren Perlen. Diese Dicke eignet sich auch gut für Wire Wrapping, also das Einwickeln von Cabochons, Steinen oder Perlen mit Draht.
Ab 24 Gauge (0,51 mm)
Mit 24 Gauge können Sie nicht mehr häkeln oder stricken, da der Draht hierfür zu fest ist. Ab dieser Dicke können Sie Spiralformen, Nietstifte, Ohrhaken oder offene Ringe herstellen. Oder Sie fertigen Spiralformen und Wire-Wrap-Schmuck. Für all diese Techniken gilt natürlich: Je dicker der Draht, desto stabiler.
Wenn Sie etwas herstellen möchten, das stark belastet wird – zum Beispiel einen einzelnen Ring zum Befestigen eines Verschlusses oder um eine schwere Perle daran zu hängen – wählen Sie den möglichst dicksten Draht. Beim Chainmaille haben Sie viel Freiheit bei der Wahl der Drahtstärke, abhängig davon, wie Sie die Ringe miteinander verbinden. Da die Ringe hier eng miteinander verbunden sind, wird die Spannung gut verteilt.
22 (0,64 mm) und 20 Gauge (0,81 mm)
20 und 22 Gauge sind am gebräuchlichsten und für viele Dinge verwendbar. Sie behalten bereits gut ihre Form, nachdem Sie sie gebogen haben. Kettelstifte haben diese Dicke, sodass Sie eine Vorstellung davon bekommen. Dies ist die richtige Stärke, um die meisten Perlen aufzufädeln. 20 Gauge ist noch dick genug, um Ohrringe oder einen Ring herzustellen, während 22 Gauge sich beispielsweise gut für Wire Wrapping eignet.
18 (1 mm) und 16 Gauge (1,3 mm)
18 Gauge ist 1,02 mm dick und 16 Gauge 1,29 mm dick. Für diese Drahtstärken benötigen Sie bereits mehr Kraft, um sie zu biegen. Sie eignen sich gut für stabile Teile, die wirklich ihre Form behalten müssen, wie zum Beispiel Armreifen, Cuffs oder Ringe. Bei bestimmten Konstruktionen wird empfohlen, Drähte miteinander zu verdrehen, damit sie noch stabiler werden – beispielsweise bei Verschlüssen, an denen viel Gewicht hängt.
14 (1,6 mm) und 12 Gauge (2,1 mm)
12 Gauge ist der dickste Draht, den Sie für Schmuck verwenden können: 12 Gauge ist 2,1 mm dick und 14 Gauge 1,6 mm dick. Für diese Stärke benötigen Sie gute Zangen, um den Draht in die gewünschte Form zu bringen. Er behält seine Form auch alleine sehr gut. Diese Drahtstärke eignet sich daher besonders gut für Cuffs, Armreifen, Ringe oder als Basisdraht beim Wire Wrapping.
Benötigtes Material
Wenn Sie gerade erst anfangen, sind die Zangen am wichtigsten. Besonders die Flachzange, die Seitenschneider-Zange und die Rundzange sind sehr praktisch. Sie sehen diese unten auf dem Foto. Wenn Sie jedoch wirklich viel mit Draht arbeiten möchten, sollten Sie am besten auch Zangen mit weichen Nylonbacken anschaffen. Diese haben weiche Nylonbacken, die verhindern, dass Ihr Draht während der Arbeit beschädigt wird.
Die am häufigsten verwendeten Basiszangen
Neben diesen Zangen gibt es noch viele weitere Werkzeuge, mit denen Sie die unterschiedlichsten Kreationen herstellen können. Jedes hat seine eigenen Möglichkeiten.
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Rundzange und Flachzange mit weichen Nylonbacken: Dank der weichen Nylonbacken können Sie den Draht biegen, ohne dass die Zange den Draht beschädigt.
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Ein Masher-Tool und Nylonhammer, um Draht platt zu schlagen.
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Ein Wire Crinkler, mit dem Sie gleichmäßige Zickzackformen in den Draht setzen können.
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Mit dem Cone Mandrel können Sie aus Draht eine Diabolo-Form herstellen, die Sie als Endkappe verwenden können.
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Mit dem Wire Rounder können Sie die Enden von abgeschnittenem Draht schön glatt und rund machen. Die Innenseite des Werkzeugs ist rau, sodass das Ende geglättet wird.
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Ein Wire Straightener, mit dem Sie leicht gebogenen Draht wieder gerade ausrichten können.
Farben
Artistic Wire ist in vielen Farben erhältlich, wobei einige Farben keine Beschichtung haben, die meisten jedoch schon. Unten finden Sie eine Übersicht, in der Sie die Einteilung sehen können.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen hilfreich waren. Fehlt Ihnen noch etwas? Lassen Sie es uns wissen, damit wir es ergänzen können. Und wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an mailto:info@creadream.nl.
6 reacties
Wat een geweldig goede toelichting op jullie product! ????
Heel blij met deze uitleg!!!!
wat een super uitleg… mijn complimenten!
Echt een fantastisch artikel!!!
Dank je wel!
Op een andere site metaaldraad besteld, maar dat blijkt dus staaldraad te zijn. Dat was ff een teleurstelling. Erg blij met deze informatie want als ik hier bestel, weet ik dus dat ik metaaldraad krijg en geen staaldraad.
Erg blij mee kan ik een begin maken